Emmetropie - Rechtsichtigkeit
Gutes
Sehen hat seinen Ursprung in der Abbildung deutlicher Bilder (scharfe Bilder
soll es im Internet ja auch geben) auf der Netzhaut des Auges.
Das optische System des Auges (Hornhaut , Linse und Glaskörper) lenkt
ankommende Lichtstrahlen so ab, dass diese sich in einem Brennpunkt genau
auf der Netzhaut treffen.
Aus den verschiedenen Anteilen des optischen Systems des Auges ergibt sich die Gesamtbrechkraft. Die Baulänge unseres Auges und die Gesamtbrechkraft müssen, um optimale Bilder zu liefern, nahezu perfekt aufeinander abgestimmt sein. Nur dann ist deutliches Sehen ohne Hilfsmittel möglich.
Liegt der Brennpunkt nicht genau auf der Netzhaut, sind also Gesamtbrechkraft und Baulänge des Auges nicht harmonisch zueinander, spricht man von einem Brechungsfehler oder von einer Fehlsichtigkeit.
Hierbei unterscheiden wir
Kurzsichtigkeit (Myopie)
Weitsichtigkeit (Hyperopie)
Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung ; Astigmatismus)
- Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Myopie - Kurzsichtigkeit
Der häufigste Grund für eine Kurzsichtigkeit ist ein zu lang gewachsenes Auge.
Einfallende Lichtstrahlen werden vor der Netzhaut gebündelt. Der Brennpunkt liegt vor der Netzhaut im Auge.
Entfernte Gegenstände werden undeutlich abgebildet. Je größer die Baulänge des Auges, desto höher ist die Kurzsichtigkeit und die damit verbundene Unschärfe.
Die Gesamtbrechkraft des Auges ist zu hoch und wird durch Minus-Brillengläser bzw. Contactlinsen vermindert, bis das Bild wieder auf der Netzhaut entsteht.
Ihre Sehkraft sinkt pro halber Dioptrie (dpt) Kurzsichtigkeit etwa um die Hälfte! Folglich hat jemand der minus 1dpt in seiner Brille benötigt, ohne diese nur etwa eine Sehkraft von 25%.
Hyperopie - Weitsichtigkeit
In einem weitsichtigen Auge (auch übersichtiges Auge genannt) werden die Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut gebündelt.
Das Auge ist entweder zu kurz gebaut, oder/und der Brechwert des optischen
Systems ist zu gering.
Auf weite Entfernungen sieht der Weitsichtige im Allgemeinen deutlich, da er in der Lage ist, vor allem in jungen Jahren, seine Fehlsichtigkeit durch Brechwerterhöhung der Augenlinse auszugleichen. Im Nahbereich jedoch verschwimmen die Bilder.
Die optische Korrektur erfolgt durch das Erhöhen der Brechkraft des optische Systems mit Hilfe von Plus-Brillengläsern oder entsprechenden Contactlinsen. Die Brennpunkte werden damit wieder auf die Netzhaut verschoben und ein deutliches und entspanntes Sehen wieder ermöglicht.
Astigmatismus - Stabsichtigkeit
Im Idealfall ist die Wölbung der Hornhaut so gleichmäßig wie die Oberfläche einer Kugel. Ist die Hornhaut an verschiedenen Meridianen unterschiedlich gewölbt, spricht man von einer Hornhautverkrümmung.
Durch diese unterschiedlichen Krümmungskurven wird das Licht z.B. in der Horizontalen anders gebrochen als in der Vertikalen. Die Folge ist eine verzerrte Abbildung.
So erscheint z.B. ein Punkt als Strich, "Stab" verzerrt, daher der Name Stabsichtigkeit.
R: sph: 0,00 cyl :- 1,5 A 180°
Hier als Beispiel eine typische zylindrische Verordnung.
Der optische Ausgleich erfolgt durch den Ausgleich der unterschiedlichen Wölbungen, sodass sich wieder alle Lichtstrahlen in einem Brennpunkt auf der Netzhaut treffen. Bei der Brille erreicht man dies durch ein Zylinderglas, dessen Lage vor dem Auge eine genau definierte Richtung haben muß.
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